
Der Städtische Musikverein Erkelenz hatte für Sonntag, 15. Dezember 2024, zum traditionellen Adventskonzert in die Stadthalle am Franziskanerplatz eingeladen. Eröffnet wurde mit einer festlichen Fanfare des Komponisten Brian Balmages und drei Weihnachtsliedern, bei denen das Publikum mitsingen konnte. Das große Symphonische Blasorchester spielte diese gemeinsam mit dem jüngsten Nachwuchs des Musikvereins, der Mini-Band. In dieser Form hatte es auch das noch nicht gegeben, berichtete Dirigent Thomas Lindt: „Bei der Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker gehen wir einen neuen Weg und binden sie, sobald sich dazu eine Chance bietet, in das große Orchester ein. Sie sollen den Klang erleben, der sich in einem solchen Ensemble entwickelt. Und wir erhoffen uns davon, dass die Kinder und Jugendlichen beim Üben ihrer Instrumente dranbleiben, um irgendwann dauerhaft im großen Orchester mitspielen zu können.“ Mit viel Applaus unterstützte das Publikum diese Nachwuchsarbeit.
Viel Applaus gab es auch an anderen Stellen des Konzerts. Die Werke „Mount Everest“ von Rossano Galante und „Cassiopeia“ von Carlos Marques kamen bei den Zuhörerinnen und Zuhörern ebenso gut an wie die vier von Alastair Wheeler arrangierten „ungewöhnlichen Weihnachtslieder“. Einen besonderen Höhepunkt bildete die Komposition „Begegnung“ von Kurt Gäble, geschrieben für drei solistische Alphörner und Blasorchester. „Wir haben die Zeit vor dem Adventskonzert genutzt, an unserem Orchesterklang zu arbeiten. Da passte es sehr gut, mit den Alphörnern eine ganz neue Klangfarbe aufzunehmen“, erklärte Dirigent Thomas Lindt, der bei diesem Stück den Taktstock an Kapellmeister Jörg Wilms weitergab, um – gemeinsam mit Frauke Wilms und Frank Grünter – selbst eines der Alphörner zu blasen.
Nachdem der letzte Ton verklungen war, blieben viele Besucherinnen und Besucher noch auf ein Getränk im Foyer der Stadthalle. Dirigent Thomas Lindt und Geschäftsführerin Frauke Wilms waren anschließend wie alle Musikerinnen und Musiker begeistert und erzählten in vielen Gesprächen: „Eigentlich hatten wir wie in den Vorjahren eine lockere Bestuhlung an kleinen Tischen geplant. Ein paar Tage vor dem Konzert zeichnete sich aber ab, dass der Platz nicht ausreichen würde. Wir hatten eine gut gefüllte Warteliste und wollten an der angekündigten Tageskasse festhalten. Wir wollten niemanden abweisen müssen und haben deshalb kurzerhand Tische gegen mehr Stuhlreihen getauscht. Das hatte es in den vergangenen Jahren so auch noch nicht gegeben. Den ,vollen‘ Zuspruch nehmen wir als Ansporn mit ins neue Jahr.“